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Juristin hilft beim Online-Verkauf


Mit ihrer Website spricht Sabine Heukrodt-Bauer vor allem Selbständige an / Aktuelle Informationen und Beispiele


von Julia Kirchner, dpa (Mainz)

 

Wie ein Internetjunkie sieht sie eigentlich nicht aus. Keine dunklen Ringe unter den Augen, keine leeren Pizzaschachteln auf dem Schreibtisch - dabei kennt sich Sabine Heukrodt-Bauer wahrscheinlich besser im Web aus, als so mancher Informatikstudent. Die Anwältin für Strafrecht hat neben ihrer Arbeit bei Gericht die Internetseite «legalershop.de» entworfen: eine interaktive Plattform, die kleine und mittlere Unternehmen beim Verkaufen im Internet berät.

 

«'Legalershop' ist mein Schätzchen», erzählt Heukrodt-Bauer, die seit 1996 ihre eigene Kanzlei in Mainz führt. «Technik interessiert mich einfach, obwohl ich anfangs noch nicht mal ein Programm auf dem Computer installieren konnte», lacht sie. 

 

Mit dem Entwerfen einer eigenen Kanzlei-Homepage fing alles an, seitdem ist die 42-Jährige mit ganzem Herzen dabei. Für Surfen, Mailen und Online-Auktionen bringt sie genau so viel Begeisterung und Biss auf, wie für die trockensten Gesetzestexte.

 

Während ihrer täglichen Arbeit fiel ihr auf, dass sie immer häufiger Fragen von Inhabern kleiner Verkaufsshops im Internet bekam. Wie müssen eigentlich die Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) formuliert sein, wie sind Preise mit der gerade von 16 auf 19 Prozent gestiegenen Mehrwertsteuer auszuzeichnen? Viele dieser Selbständgen hatten schon eine Abmahnung kassiert, weil sie gegen Gesetze verstoßen hatten. «Ein kleiner Unternehmer hat eben oft kein Geld für einen Anwalt, der die Seite überprüft», sagt Heukrodt-Bauer.

 

Bis zu 13.000 Besucher im Monat

 

So entstand die Idee von «legalershop.de»: Ein Mustershop im Internet, der kurz und knapp erklärt, was erlaubt ist und was nicht - auch für den Nichtjuristen verständlich. Auf der Seite finden Kunden alle relevanten Gesetze, aktuellen Gerichtsurteile und vor allem immer wieder interaktive Beispiele, die angeklickt werden können. «Ich wollte einfach nicht noch ein theoretisches Buch schreiben, sondern den Leuten was Praktisches liefern», sagt Heukrodt-Bauer. 2005 war es soweit: die Seite ging online. Mittlerweile klicken sie nach Angaben der Juristin 11000 bis 13000 Besucher an.

 

Natürlich bieten auch andere Anwälte juristische Informationsplattformen im Internet an. «Legalershop.de» habe aber eine Besonderheit, wie der Fachmann André Ammelburger von der Industrie- und Handelskammer Rheinhessen in Mainz erläutert: «Das Baukastensystem, um seinen eigenen Onlineshop aufzubauen, ist innovativ und ein sehr gutes Konzept. Das ist auch für Leute geeignet, die EDV-mäßig nicht so bewandert sind und kein juristisches Hintergrundwissen haben.» Ein ähnliches Angebot sei ihm nicht bekannt.

 

Neben ihrer Arbeit in der Kanzlei und Terminen bei Gericht, hat sich Heukrodt-Bauer auch noch für das Fach Medienrecht an der Universität Mainz eingeschrieben, um den Abschluss als Anwältin für Internetrecht zu erlangen. «Mein Mann hat mich damals schon gefragt, ob er mir mal den Puls fühlen soll», grinst die 42-Jährige. «Aber ich fand' es super, mit einem Becher Kaffee in der Hand zwischen den anderen Studenten zu stehen.» Außerdem habe sie mal wieder «Input» von außen gebraucht und einen Abschluss in der Hand haben wollen. Halbe Sachen seien nicht ihr Ding. Sie wolle wissen, wovon sie rede: «Es gibt Anwälte für Internetrecht, die haben noch nicht mal was bei Ebay ersteigert!», sagt sie kopfschüttelnd.

 

Sobald Heukrodt-Bauer bei ihrem Mann und ihrem sieben Jahre alten Sohn zu Hause in Wöllstein ist, sind Akten und Telefonate tabu. Ganz ohne Technik geht es aber auch dort nicht: «Der Laptop muss mit, auch in den Urlaub!», gibt sie zu. Ihre Internetsucht scheint auch schon etwas abgefärbt zu haben: «Mein Sohn kann den Computer schon selbst hochfahren, seit seit er drei Jahre alt ist.»

 

Wie viel Heukrodt-Bauer mit ihrer Seite verdient, will sie nicht verraten. Aber es läuft wohl ziemlich gut: «Wenn ich wollte, müsste ich nicht mehr als Anwältin arbeiten», sagt sie.

 

Eine Leidenschaft gibt es aber noch, die gar nichts mit Technik oder Gesetzesbüchern zu tun hat: Die gebürtige Bremerin ist Fußballfan und hält ihrem Bundesligaclub «Werder Bremen» die Treue. Über dessen neuesten Stand ist sie natürlich bestens informiert - per Online-Newsletter. Und als Zuschauerin gibt sie alles: «Im Stadion würden Sie mich nicht wiedererkennen», zwinkert sie und lacht.

 

Quelle: Frankfuter Rundschau vom 24.01.2007